„All on 4™ Implantat-Technik“


Die „All on 4™ Implantat-Technik“ ist keine neue Erfindung, aber gemischt mit modernster 3-D-Diagnostik (digitale Volumentomographie, DVT) können wir mit ihr gerade Patientinnen und Patienten mit Angst vor Zahnbehandlungen wieder zu festsitzenden Zähnen in nur einem Behandlungsablauf verhelfen. Die Technik ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts, denn Professor Dr. Paulo Malo hat diese bereits Ende der neunziger Jahre entwickelt. Seitdem wird sie ständig weiterentwickelt und mit modernsten Behandlungsmethoden verfeinert. Bei der Implantat-Technik nach dem All-on-4™-Prinzip werden in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Hauszahnarzt alle Zähne eines Kiefers mit einer festsitzenden und in sich verstärkten Brücke auf mindestens vier Implantaten pro Kiefer verankert. Dabei können im gleichen Eingriff auch noch vorhandene und nicht mehr erhaltungswürdige Zähne entfernt werden. Der Eingriff kann in Lokalanästhesie oder bei Angstpatienten auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Dies ermöglicht eine Implantat-Versorgung auch bei Patientinnen und Patienten mit Zahnarztphobie. Diesen Patientinnen und Patienten wird eine herkömmliche Implantat-Versorgung häufig aufgrund der Fülle an Eingriffen (ggf. Knochenaufbau, Implantat-Einbringung, Einheilung, Freilegung, prothetische Versorgung), die in mehreren Vollnarkosen erbracht werden müssten, verwehrt. Durch die Reduzierung der Implantat-Anzahl auf vier pro Kiefer wird die neue Zahnersatzversorgung folglich auch kostengünstiger. Die Kippung der hinteren zwei Zahnimplantate pro Kiefer ermöglicht dabei trotzdem eine gleichmäßige Kräfte-Verteilung auf die Kieferknochen und es wird die maximale Abstützung der Zähne garantiert. Dies bietet eine überaus große Sicherheit für die neue festsitzende Zahnbrücke. Gleichzeitig kann durch dieses Vorgehen ein langwieriger und oft teurer Knochenaufbau umgangen sowie empfindliche anatomische Strukturen (Nerven, Kieferhöhlen) geschont werden. Schlecht-sitzende und/oder wackelnde herkömmliche Prothesen können aber mit dieser Technik ebenfalls in festsitzende und fast unmittelbar nach dem Eingriff belastbare Brücken umgewandelt werden. Dies hat den Vorteil, dass die Abdeckung des Gaumens mit Ihren bekannten Nachteilen wie Würgereiz und vermindertes Geschmacks-Empfinden wegfallen kann. Die Technik hat den großen Vorteil, dass an einem Tag sowohl der Ober- als auch der Unterkiefer in einer einzigen Operation (in Vollnarkose oder Lokalanästhesie) behandelt werden können. Noch am gleichen Tag oder am Folgetag können die Brücken (mit neuen festen Zähnen) durch die Hauszahnärztin oder den Hauszahnarzt auf den Implantaten verankert werden. Nach der Befestigung der prothetischen Arbeit und der damit verbundenen Verblockung der Implantate sind die Patientinnen und Patienten schnellst möglich wieder in der Lage, vorsichtig zu kauen.