Sedierungsverfahren

Grundsätzlich ist unser Ziel, dass alle Eingriffe in Lokalanästhesie für Sie schmerzlos ablaufen. Sätze wie „Das müssen Sie jetzt aushalten“ o.ä. gibt es in meiner Praxis nicht. Aber dennoch wünschen manchen Patienten „etwas zur Beruhigung“ weil sie entweder Angst vor dem Eingriff haben (oftmals durch schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit) oder andere Umstände es erfordern wie zum Beispiel ein ausgeprägter Würgereiz oder Mundöffnungseinschränkungen. Hier helfen wir Ihnen gerne mit den verschiedensten Sedierungsverfahren bis hin zur Vollnarkose weiter. Die Sedierungsverfahren werden immer in Kombination mit einer Lokalanästhesie zur völligen Schmerzausschaltung durchgeführt.

Medikamentöse Sedierung mit Tabletten, Tropfen oder sublingualer Applikation

Die Gabe von Sedativa in Tabletten oder Tropfen-Form ist eine gute Lösung für Patienten, die die übliche Nervosität vor einem Eingriff reduziert haben möchten, aber keine ausgeprägte Angst haben. Hier hilft diese Form der Sedierung ausgezeichnet und trägt enorm zur Entspannung der Patienten bei. Selbstverständlich werden auch während dieser einfachsten Form der Sedierung Ihre Vitalparameter in unserer Praxis ab dem Zeitpunkt der Einnahme überwacht und Sie müssen sich nach dem Eingriff von einer Begleitung abholen lassen. Aufgrund der Medikamenten-Einnahme kann es gut sein, dass Sie den restlichen Tag sehr müde und abgeschlagen fühlen. Auch eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr ist erst nach 24 Stunden wieder möglich.

Lachgas-Sedierung

Dominiert bei Ihnen die Angst vor dem Eingriff die übliche Nervosität, dann empfehlen wir Ihnen eine Lachgas-Sedierung. Hierbei atmen Sie über eine Nasen-Maske während des ganzen Eingriffs eine Mischung aus Lachgas und Sauerstoff. Wir tasten uns gemeinsam mit Ihnen langsam an die Dosis Lachgas heran, die Ihnen die Angst nimmt und während des gesamten Eingriffs ein geborgenes Gefühl bereitet. Es gibt so gut wie keine Nebenwirkungen. Selbstverständlich werden auch während der Lachgas-Sedierung Ihre Vitalparameter in unserer Praxis ab dem Start der Sedierung überwacht. Nach Beendigung der Operation erhalten Sie für 5 Minuten reinen Sauerstoff, der das Lachgas aus Ihrem Körper wieder verdrängt. Anschließend sind Sie offiziell sogar wieder berechtigt aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. Wir empfehlen Ihnen allerdings trotzdem, dass Sie sich nach dem Eingriff aufgrund der Lokalanästhesie abholen lassen.

Intravenöse Sedierung

Die intravenöse Sedierung ist die tiefste Form der Sedierung. Bei dieser tastet man sich durch eine langsame Steigerung der Dosis, wir Mediziner sprechen hier von einer sogenannten Titration, an einen Zustand des Dämmerschlafs bei jedem individuellen Patienten heran. Selbstverständlich werden auch während dieser einfachsten Form der Sedierung Ihre Vitalparameter in unserer Praxis ab dem Zeitpunkt der Einnahme überwacht. Sie bekommen in dem Zustand des Dämmerschlafs von dem Eingriff wenig bis nichts mit. Unser Anästhesist übernimmt dabei Ihre Betreuung und die Überwachung der Medikamenten-Gabe. Nach dem Eingriff werden Sie in unserem Aufwachraum noch weiter überwacht, bis Sie aus dem Dämmerschlaf erwachen und wieder ansprechbar sind. Sie müssen sich nach dem Eingriff von jemanden abholen lassen und dürfen für den restlichen Tag nicht unbeaufsichtigt bleiben. Wegen der Medikamenten-Einnahme kann es gut sein, dass Sie den restlichen Tag sehr müde und abgeschlagen fühlen. Eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr ist erst nach 24 Stunden wieder möglich.

Intubationsnarkose

Reichen all diese Sedierungsverfahren nicht aus, um einen Eingriff bei Ihnen durchführen zu können, bieten wir Ihnen in unserer Praxis auch die Möglichkeit einer Behandlung in Vollnarkose an. Über diese werden Sie vor einem Eingriff von unserem erfahrenen Anästhesie-Team aufgeklärt und es werden alle vorbereitenden Maßnahmen getroffen. Nach dem Eingriff werden Sie bei uns überwacht, bis Ihr Körper die Narkose-Medikamente abgebaut hat und Sie sich vollständig erholt haben. Sie müssen sich nach dem Eingriff von jemanden abholen lassen und dürfen für den restlichen Tag und die Nacht nicht unbeaufsichtigt bleiben. Wegen der Narkose-Medikamente kann es gut sein, dass Sie den restlichen Tag sehr müde und abgeschlagen fühlen. Auch eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr ist erst nach 24 Stunden wieder möglich. Sie können sich gerne unverbindlich von unserem Anästhesie-Team beraten lassen.